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Jäger & Schäfer

Schäferei Klein Wanderschäferei 1993 - 2019

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Jäger & Schäfer

Warum diese Seite?

Immer wieder kommt es zu Spannungen zwischen Jägern und Schäfern. Wir meinen, dass das nicht sein muss. Die verantwortungsvolle Jagd ist wichtiger Bestandteil des Naturschutzes, unverzichtbares Mittel der Wildbesatzregulierung und zudem ebenso wie die Wanderschäferei ein jahrtausendealter Bestandteil unserer Kultur. Zudem dient auch die Jagd der Bereitstellung hochwertiger Lebensmittel für unsere Gesellschaft.

Wanderschäfer, Hobbyschäfer, und Schafzüchter sind keine Jagd-Gegner, sie sollten es jedenfalls nicht sein.

Ebenso sollten verantwortungsvolle Jäger keine Gegner oder gar Feinde der Schafhaltung oder besonders von Wanderschäfern sein. 

Leider müssen wir aber auch ganz klar sagen, dass uns Wanderschäfern immer wieder von einigen Jägern viel Unwillen, Widerstand und sogar Feindschaft entgegen gebracht wird. Für viele Jäger sind Wanderschäfereien ein Störfaktor. Hartnäckig werden Theorien und Behauptungen gepflegt, die sich gegen Schäfereien richten, z.B. dass der Aufenthalt einer Schafherde das Wild über längere Zeiträume daran hindere, sich aus dem Wald zu bewegen. 

Wie oft können wir in unserem Alltag das Gegenteil erleben.

Oft sind es leider Jäger und Jagdpächter, die mit allen Mitteln versuchen, uns von Futterflächen fern zu halten, auf die wir dringend angewiesen sind, wohingegen die Flächenbesitzer sich überwiegend darüber freuen, wenn wir mit unserer Schafherde kommen oder es zumindest billigen.

Selbstverständlich wissen wir, dass es auch unter den Schäfern "schwarze Schafe" gibt, die bewußt und mit voller Absicht jagdliche Situationen stören und Jäger bei deren Tätigkeiten provozieren.

Aber ebenso gibt es leider auch eine nicht geringe Anzahl von Jägern, die für uns Wanderschäfer kein Verständnis zeigen und eine offene Feindschaft pflegen.

Das ist sehr schade. Es könnte bei gegenseitiger Achtung und bei einem Mindestmaß an Respekt ein gutes Miteinander von Schäfern und Jägern geben.

Als vollerwerbliche Wanderschäfer sind wir von unserem Betrieb existenziell abhängig. Das machen sich viele Menschen aus dem Bereich der Jagd leider nicht bewußt. Wanderschäfer erzielen durch einen ungewöhnlich hohen persönlichen Einsatz an 365 Tagen im Jahr ein nur sehr geringes Einkommen, welches in keinem Verhältnis zu diesem Einsatz steht.

Das wirtschaftliche Überleben vollerwerblicher Wanderschäfereien ist ohne landwirtschaftliche Subventionen eigentlich gar nicht mehr möglich. Leider ist der Bezug von entsprechenden Mitteln für Wanderschäfer durch die europäische Agrarpolitik enorm erschwert worden. Hintergründe hierzu können Sie hier nachlesen. (Zweiter Abschnitt: "Wanderschäfer im System der europäischen Agrarpolitik" )

 

 

Eine bittere Erfahrung:

Wir haben diese Seite auch deshalb mit in unsere Homepage aufgenommen, weil wir leider eine für unseren Betrieb existenzbedrohliche Erfahrung machen mussten, deren Hintergründe aus unserer Sicht rein jaglicher Natur sind.

Wir verurteilen damit niemanden, der die Jagd in verantwortlicher Weise betreibt und dabei den Respekt vor Natur, Wild und Mitmenschen wahrt.

In unserem Fall mussten wir aber leider erleben, dass es auch eine "Jagd-Elite" aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gibt, für die die Jagd lediglich ein Gemeinschaftshobby ohne grundlegende Verantwortung darstellt.

Alle Spannungen, die wir in den letzten Jahren unserer langjährigen Pachtzeit auf dem ehemaligen Truppenübungplatz erleben mussten, hatten im Kern damit zu tun, dass sich diese "Jagd-Elite" während des Spätsommers durch die Anwesenheit unserer Schafherde auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes Stegskopf bei der Jagd gestört fühlte.

Dies ist nicht eine grundlose Empfindung von uns, sondern wurde uns von den Verantwortlichen auch deutlich kommuniziert. Die gesamten Ereignisse, dies ich in diesem Zusammenhang zugetragen haben, können hier nachgelesen werden.

Die völlig unverhältismäßige Nutzungseinschränkung unserer Pachtflächen, die im Sommer 2013 verhängt wurde, wurde mit der anstehenden Schalenwildjagd begründet.

Schließlich mündeten diese Ereignisse in einer für unseren Betrieb existenzbedrohlichen Situation.

Leider können wir im Nachhinein nur sagen, dass es letztendlich nur wegen des "Elite-Hobbys" einiger zahlungskräftiger und einflussreicher Jagd-Gäste des Bundesforstes und von Jägern des Bundesforstes selber dazu gekommen ist, dass wir heute mit einem verschuldeten Betrieb vor der betrieblichen und privaten Perspektivlosigkeit stehen.

Zum Glück haben wir auch Menschen kennengelernt, die als Jäger und Jagdbegeisterte unsere volle Hochachtung und unseren Respekt haben, weil sie ohne Fanatismus verantwortliche und nachhaltige  Jagd betreiben.

 

Wir wünschen uns, dass in unserer Gesellschaft, insbesondere auch von Jägern wahrgenommen wird, dass Wanderschäfer hauptberuflich von ihrem wenig lukrativem Gewerbe leben.

Wir wünschen uns ein respektvolles Neben- u. Miteinander von Jägern und Wanderschäfern. 

 

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